
Mike Undorf Vorsitzender der KG Düren | Willkommen …
auf unserer Homepage der GdP, Kreisgruppe Düren. Hier finden sich aktuelle Informationen über lokale polizeiliche Belange innerhalb der KPB Düren. Darüber hinaus möchten wir über wichtige Themen der GdP informieren. Fragen und Anregungen könnt Ihr hier auch loswerden. Viel Spaß beim Stöbern und schaut öfters mal rein. |
Wohnungseinbrüche – kein Grund zur Entwarnung
Kaum ein Delikt hat so schwerwiegende emotionale Folgen wie ein Einbruch in die eigene Wohnung. Einbrüche sind ein massiver Eingriff in die Intimsphäre der Opfer – mit erheblichen Langzeitwirkungen. Das gilt selbst dann, wenn der materielle Schaden gering ist.
Opferschutz und Vorbeugung müssen gestärkt werden.
Dass die Wohnungseinbrüche in NRW in den vergangenen Jahren um fast 7.000 Fälle auf etwa 38.000 Fälle im Jahr zurück gegangen sind, ist in erster Linie ein Erfolg der polizeilichen Aufklärungsarbeit. Dass jetzt bei der polizeilichen Präventionsarbeit gespart werden kann ist allerdings ein Trugschluss. Schnell würde die Zahl der Einrüche wieder steigen.
Der Landesverband der GdP hatte am 25. Februar 2010 zu einem Kriminalforum in Düsseldorf geladen. Der renommierte niedersächsische Kriminalitätsforscher Prof. Dr. Christian Pfeiffer hatte den anwesenden Polizeipraktikern eindrucksvoll erläutert, warum der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Trend zu rückläufigen Einbruchszahlen vor allem der erfolgreichen Präventionsarbeit der Polizei zu verdanken ist. Scheiterten früher knapp 20 Prozent aller Einbruchs-versuche, so gilt das heute für 40 Prozent. Die weitere Verbreitung einbruch-hemmender Technik und vorbeugendem Verhalten würde aber ein entsprech-endes Beratungsangebot voraussetzen. „Das kann nur die Polizei“, erklärte Pfeiffer.
In vielen Polizeibehörden ist aber genau ein gegenteiliger Trend erkennbar. Es wird bei der Aufklärungsarbeit der Polizei zugunsten anderer Straftaten gespart. Einer der Gründe dafür sind die bei der Polizei verbreiteten Rankinglisten: Weil die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen beim Ranking nicht viel bringt, werden die begrenzten Ressourcen in vielen Polizeibehörden lieber auf andere Bereiche konzentriert.
Die GdP kritisiert diese Praxis. Wohnungseinbrüche sind aus Sicht der Opfer eine schwere Straftat und eine niedrige Aufklärungsquote ist deshalb ein ernst
zu nehmendes Warnsignal. Wir fordern nachhaltig den Ausbau der polizeilichen Aufklärungsarbeit und des Opferschutzes.
Der Einbruch in die eigene Wohnung ist für die Opfer kein Bagatelldelikt. Opfer von Wohnungseinbrüchen verlieren das Gefühl, in der eigenen Wohnung sicher zu sein. Viele würden befürchten, erneut Opfer einer Folgetat zu werden. Des-halb muss der Opferschutz nach einem Wohnungseinbruch stärker in das Zentrum der polizeilichen Arbeit gerückt werden.
Ansprechbar für die polizeiliche Aufklärungsarbeit in Düren sind
Friedhelm Fink Tel.: 0 24 21 - 949 -86 00 | Günter Arnold Tel.: 0 24 21 - 949 -86 11 |